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Parallel zur Toga erfuhren auch die Obergewänder der römischen verheirateten Frauen, der Matronae eine besondere Aufwertung. Das Recht, die Stola und die Palla zu tragen hatte seit dem 2. vorchristlichen Jahrhundert vor Christus nur den Matronae zugestanden. Jetzt wurde nicht nur die Bedeutung dieser Gewänder stilisiert. Auch die Stoffmenge der Stola wurde vermehrt. Die Stola war ein langes, ärmelloses schlauchförmiges Übergewand mit schmalen Schulterträgern, das bis zum Boden reichte. Das Gewand sollte die Keuschheit der Trägerin symbolisieren und sie so vor Übergriffen schützen. Der Dichter Tibull berichtet, dass die Stola ein unbequemes Gewand geworden war. Ab der Zeit der flavischen Kaiser (69-96 n. Chr.) veränderte sich die Bedeutung der Stola. Nun war das Tragen der Stola ausschließlich auf die Senatorengattinnen beschränkt. Die Palla, ein großer rechteckiger Frauenmantel wurde über der Tunica und Stola getragen und bedeckte den Körper von der Schulter bis zu den Knien. Ohne sie sollte die ehrbare Matrona das Haus nicht verlassen. Die Palla wurde aufwändig um den Körper drapiert, von der linken Schulter über die rechte Schulter bzw. unter dem rechtem Arm und dann wieder über die linke Schulter bzw. linken Arm, weiterhin sollte sie noch den Kopf der Trägerin bedecken. Deshalb war die Palla kein Mantel, der zur täglichen Arbeit getragen werden konnte. Frauen und Männer, die körperliche Arbeit verrichten mussten, trugen im Alltag kleinere Mäntel wie etwa das rechteckige Pallium, das um den Körper drapiert wurde, oder die Paenula. |